Wenn Er von demselben zurückkam und als Menschgefühlt und gekämpft hatte, stand Er gewöhnlich als Regentsinnend stille vor der trefflichen Marmorbüste des großen Chursürsten, am Eingange zu Seiner kleinen Wohnung. DicßBild eines Seiner größten Ahnherren, mit dem Er am Meistcn sympathisirte, war dann vor Seinen Augen: und wieJener einst, so rang Er, Kraft und Liebe in sich zur Einheitzu verschmelzen. Seine Liebe war nie ohne Kraft, SeineKraft nie ohne Liebe; diese nie weich und sentimental, jenenie hart und schroff: die eine hielt und beseelte die andere;beide standen im ruhigen Gleichgewichte und bildeten in ihrerWechselwirkung die hohe sittliche Würde und stille Größe, dieEr, ohne es zu wissen, im reichen Maße besaß.
Seit der Zeit nun, daß auch Er zu Seinen Väternversammelt ist und in demselben Mausoleum, auf der vonIhm selbst gewählten und bestimmten Stelle, neben SeinerLuise ruhet, hat Charlottenburg, Schloß und Park, einelugübre Färbung erhalten, die, wenn man dort ist, das Herzin die Stimmung einer ernsten Wchmuth setzt: aber einerWehmuth, die von selbst in Pietät übergeht und das Herzhebt und erquickt. Denn hier ruhet ein Königspaar,das, als es hier noch unter uns wandelte, die Liebe und dasEntzücken aller guten Menschen war, und dessen AndenkenMit- und Nachwelt segnet.
Gnde des ersten Theils.
Nachschrift.