Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
438
Einzelbild herunterladen
 

Kraft der christlichen Resignation, und schloß dann mit denWorten:

Wie es nun auch kommen mag, dabei werde ich micham Besten befinden, und für Andere das Meiste gewinnen:ruhig vertraue ich Dem, der die Zukunft in seiner Handhat und sie entwirren wird."

Statt daß also bittere, schmerzvolle Erfahrungen sehrhäusig und vielleicht am Meisten die Hohen und Mächtigender Erde erbittern, verhärten, aufreizen, und, je nachdemnun das Temperament ist, bald entmuthigen, bald verwegenund trotzig machen, bearbeiteten sie die sittliche Naturdes Königs, reinigten, stärkten, veredelten sie in der christlichen Resignation, der Er sich willig hingab und in der Erfest stand.

Nun sehen wir Ihn werden, was Er geworden ist.und die Stadien Seiner EntWickelung liegen in ihren Urfachen und Wirkungen klar vor uns. Gebeugt von der llntreue und dem Wortbruche der Menschen, die Er geliebt,geehrt und an sich gezogen, sieht Er von nun an in Keinein mehr eine feste Stutze: prüft, fast mißtrauisch, mit großcr Vorsicht: und hat und kennet keinen Liebling, keineGünstlinge mehr, und steht damit nun als Herrscherauch innerlich über Seinen Dienern fest und selbstständig.

Schmerzvoll belehrt, daß nicht an Geburt, Stand undRang, auch immer der geistige innere Werth des Men-schen geknüpft ist, vielmehr von Hochgestellten und Vorneh-men am Bittersten getäuscht und gekränkt, fällt die Decke