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aus der unteren Königlichen Loge aus den freien Platz vorden Altar trat, um zu der unter der Kanzel befindlichenMarmorgrust Friedrich des Großen zu gehen, blieb dieganze Gemeinde, dahin blickend, in feierlicher Stille versammelt,während das Hautboistenchor unter sanfter OrgelbcgleitungChoräle spielte.
Der nahe herangetretenen Kaiserinn stellte mit huldvol-len Ausdrücken der König die Geistlichen vor. Die Kaiscrinn,in ihrer hohen, edlen, würdevollen Gestalt eine schöne Ma-trone, hatte den vorzüglichen Frauen besonders eigenthüm-lichen milden Zug der Andacht in ihrem offenen Angesichte,ein sanfter Lichtschimmer war über dasselbe verbreitet, undeine Thräne der Rührung glänzte in ihren Augen.
Zu mir gewandt, sagte sie: ,,Wohlthuender und zarterbin ich nie in meinem Leben überrascht worden, als eben jetztdurch die freundliche, sinnige Aufmerksamkeit meines hohenGönners und Freundes. Noch nie habe ich den Geburtstagdes Kaisers, meines vielgeliebten Sohnes, so innig erbauet undbefriedigt gefeiert, als heute. Meine ganze Seele ist erhobenund erquickt; ich bleibe Ihnen (indem sie mir die Handreichte) für diese heilige, unvergeßliche Stunde dankbar. Vor-züglich hat mich auch das schöne Lied, welches wir sangen,erbauet. Zum fortdauernden Andenken daran möchte ich gerndas Gesangbuch mitnehmen; schenken Sie mir's!" Ich botdas meinige an und es wurde mit freundlicher Erwiederungangenommen.
Dann sich umschauend, sagte die Kaiserinn: „Sie habendoch eine schöne Kirche!" „So schön, wie heute," antwor-