Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
112
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theil zu hinterbringen. Sollten Sie Uneinigkeit, heimlichenHaß, oder Caprice unter den Mitgliedern entdecken, so sindSie berechtigt, sie in meinem Namen auf den Zweck ihrerZusammenberufung aufmerksam zu machen und dahin zurückzu führen, die Gemüthcr zu beruhigen lind sie zu vereinigensuchen."

,,Jhr richtiger, gerader Verstand, gute Beurtheilung undKaltblütigkeit werden hierzu die besten Mittel an die Handgeben, und besitzen Sie auch hierzu die erforderliche natür-liche Bcrcdtsamkeit. Aus allem diesen werden Sie ersehen,daß Sic einen großen Geschäftskrcis inSkünftige werden zubesorgen haben. Bleiben Sie daher immer der nämliche red-liche Mann, der Sie bisher gewesen, und geben Sie mirallezeit guten Rath als ein ehrlicher Mann. Meinerseits ha-ben Sie sich alsdann der vollkommensten Dankbarkeit undErkenntlichkeit zu versichern, und andererseits haben Sie zubedenken, daß Sie mich nicht allein persönlich verbinden, son-dern daß ich Sie gewissermaßen im Namen des Staates auf-fordere, wirksam für selbigen zu sein, und daß Sie alsdanndereinst die süße Ueberzeugung und Beruhigung behalten wer-den, nicht wenig zum Wohl und Besten des Ganzen mitge-wirkt und dadurch den Dank jedes wohldenkcnden Patriotenverdient zu haben. Für einen Mann von wahrer Ehre undAmbition kann wohl keine süßere Belohnung sein."

Ucbergcben

den 16. November 1797. Friedrich ÄLilhelm.

Dieses vertrauliche Königliche Handschreiben macht auchjetzt noch, nach 45 Jeihrcn, wo Beide, der Geber und Em-pfänger, ihre Laufbahn vollendet haben, einen angenehmen,