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zu «scheinen, als er wirklich ist, und zwar so, wie er seineAbsichten am besten erreichen zu können glaubt. Man lerntsehr bald die Launen und Lieblingsneigungen eines Fürstenkennen, und alsdann wird es dem gewitzigten Menschenken-ner nicht schwer, seine Maske, in welcher er erscheinen will,danach zu formen.",
„Von Ihnen also erwarte ich, daß Sie sich ohne Ge-räusch und ohne besondere Absichten merken zu lassen, nachbraven, rechtschaffenen, einsichtsvollen Männern umsehen undzu prüfen bemüht sind, wie und auf was Art man sie besserzu brauchen, oder zu belohnen im Stande wäre. Sodannhaben Sic sich gleichfalls zu bemühen, die öffentliche Mei-nung, so man gegen mich und meine Anstalten und Absichtenhegt, auszuforschen, die Urtheile, die man darüber fällt, zuprüfen, und wenn sie Ihnen richtig zu fem scheinen, darüberim Vertrauen mit solchen Personen zu sprechen, von denenSie glauben, daß sie unparthciisch reden werden und dieSache aus dem rechten Gesichtspunkte zu bcurtheilen imStande sind. Nun haben aber auch alle Dinge eine guteund eine böse Seite, es muß also nur abgewogen werden,ob das Gute oder das Böse derselben das Ucbcrgewicht be-hält, um im erstem, Falle es zur Ausführung zu bringen,im letzteren es zu unterlassen."
„An schiefe, unrichtige Beurtheilungcn, an denen es niefehlt, darf man sich nicht stoßen, am wenigsten, wenn solchevon Personen kommen, die keine richtige Ansicht der Sachehaben, oder die-etwa parthciisch, oder sonst eine Absicht ha-ben mögen, oder wohl gar nur urtheilen, um zu urtheilcn, umsich ein gewisses und gescheutes Ansehen zu geben. An solche