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spännigen Wagen im Thiergarten spazieren. Unter den Grü-ßenden am Wege erkannte Er beim langsamen Vorüberfah-rcn in einem alten Manne einen Kausmann aus Königsberg,der dem Könige nnd Seiner verewigten Gemahlinn bei Ih-rem betrübten Aufenthalte daselbst, in den unglücklichen Iah-ren >8Uli — I8<>!>, viel Thcilnahmc und Anhänglichkeit be-wiesen hatte. Der König ließ sogleich den Wagen stillehalten und rief den mit Frau und Kindern nicht ferne ste-henden Königsbcrgcr bei seinem Namen zu sich heran.„Mein Gottss sprach Er, „Sie sind in Berlin, und besuchenmich nicht! Haben mich wohl schon vergessen? Ich abervergesse die Treue und Anhänglichkeit nicht, welche Sic mirund der seligen Königinn bei unserem Aufenthalte in Königs-berg vielfach erwiesen haben. Wo wohnen Sie?" Und derKönig ließ ihn und seine Familie gleich des anderen Tages,und wiederholentlich, zu Tische einladen. — Bei seiner Ab-reise erfreute Er ihn und die Scinigen mit angemessenen, an-genehmen Geschenken.
Das Gedächtniß des Königs war darum so treu, weilSein Herz treu war: was Er mit jenem klar aufgefaßthatte, ruhete wohlverwahrt warm in diesem. Also isss mitIhm gewesen Sein ganzes Leben durch, und so ist's mitIhm geblieben bis an Sein Ende. Fassen wir das überSeine geistige (intcllectuelle) Eigenthümlichkeit Gesagte zu-sammen, so steht Er als ein regierender Herr vor uns,welchem die Natur einen gesunden, klaren Verstand, ein rich-tiges Urteilsvermögen, einen treffenden Scharssinn, anmuthi-gcn Witz, tempcrirte Einbildungskrast und ein vielumfassen-des, treues Gedächtniß im reichen Maße verliehen hatte.Anziehender wird noch Sein Bild, wenn wir im