Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
38
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eine günstige Gelegenheit. Diese erschien bald, als ich nachParetz vom Könige eingeladen war.

Nach meiner Ankunft forderte er mich freundlich zu ei-nem Spaziergange in dem nahe liegenden Park auf. Lauterschlug mir das Herz, das Bild der unglücklichen Familiestand vor meiner Seele, und bewegt sagte ich:Majestät,mir brennt eine Bittschrift in der Tasche und auf dem Her-zen." Nachdem ich die Sache kurz im Zusammenhange vor-getragen, sprach der König:

Was die verlorenen Acten betrifft, darüber könnte mansich vielleicht zufrieden geben, denn es wird bei den Behör-den mehr geschrieben, als nöthig ist. Die Welt und dasBeste derselben möchte wesentlich nichts verlieren, wenn siesolche Opern, weniger hätte. Ich weiß, wie ich mit un-nützen Schreibereien gequält werde, und wie man Foliobo-gcn mit Dingen füllt, die sich auf einer Octavseite genügendsagen ließen. Aber die Herren Bureaukratistcn sind nuneinmal so. Im vorliegenden Falle wird es darauf ankom-men, ob unter den verkauften Acten sich auch Documentc,Besitztitel u. s. w. befinden, wodurch, wenn sie verlorensind, das Besitzthum und Recht Anderer gefährdet und-dirt ist. Wäre dieß der Fall, so würde dem armen Mannschwer zu helfen sein. Das muß ich erst wissen, und willdarüber Bericht fordern. Sind's aber bloß Acten über geschehcne und abgemachte Sachen, nun dann so würde mankönnen Nachsicht eintreten lassen. Das Alte ist vorbei, undes beginnt eine neue Ordnung der Dinge. In jenem istVieles, was man vergeben und vergessen muß, dieses wirdhoffentlich besser werden." So sprach der Königliche Herr.