Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
32
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Dieß ist oft in den allerwichtigsten Dingen der Fallgewesen, namentlich im Jahre 1812, als der Kaiser Napo-leon seinen gewaltigen Heereszug gegen Rußland rüstete undantrat. Der König kam dabei in die peinliche, entsetzlicheLage, dem gewaltigen, damals auf dem Culminationspunkteseiner Größe stehenden Machthaber, ihm, seinem Todfeinde,der Ihn und Sein Land und Volk unglücklich gemacht hatte,nun noch obenein, gezwungen durch die Ungunst aller geket-teten Verhältnisse und Umstände, einen Theil Seiner Truppenhergeben zu müssen, zum Kriege gegen Seinen Freund Alexan-der. Zurückbebcnd vor der Monstrosität einer solchen unna-türlichen, gespannten Lage waren darum alle Seine vertrautenRäthe, das Schlimmste ahnend, einstimmig der Meinung,mit Napoleon, der deutlich genug und factisch seine entschie-dene Abneigung gegen Preußen, namentlich gegen die Persondes Königs, zuletzt noch bei Seiner Anwesenheit zu Dresden,ausgesprochen, sei nicht ferner zu unterhandeln. Darum seies gerathen, jede tergiversirendc Maßregel für immer fahrenzu lassen und den entscheidenden Schritt zu thun, für denAugenblick Alles aufzugeben und mit Rußland gegen Frank-reich sich fest zu verbinden.

Diese Ansicht hatte nach Lage der damaligen Verhält-nisse und Umstände viel für sich, und die einsichtsvollstenDiplvmatikcr theilten sie. Der König allein nicht; Er warihr entschieden entgegen, eine innere Stimme machte es Ihmunmöglich, in sie einzugehen.Wer", sprach Er,verbürgt esuns, daß, wenn ich, nicht stark genug, allein mit der Franzö-sischen Armee es aufzunehmen, mit der meinigen die Preu-ßische Grenze überschritten, und mit der Russischen vereinigtund so Alles aufgegeben habe, wer verbürgt es uns, daß dann