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sich. Offen und klar lag Sein ganzes Wesen da, und eswurde Einem wohl in Seiner Nähe. In Seinem Grüßen,Stehen, Gehen, Ansehen, Reden, Thun und Lassen, lagnichts Gespanntes und Ucbcrspanntes, Alles war treuherzig,schlicht und einfach. Kurz, von wenigen Worten in allenDingen des täglichen Lebens, nahm Er sich doch Zeit zuallen Regicrungsgeschästen; nie ging Er an dieselben zerstreut;Nichts that Er stoß- und ruckweise; Seine Befehle trugenstets das Gepräge der sorgfältigsten Ucberlegung und Umsicht;besonders legte Er Werth auf Seine Antworten an Unter-thanen, weil Er wohl wußte, daß sie denselben wichtigwaren, und darum tragen sie in verschiedenen Graden alleden Charakter der Gewißheit und Abrundung. Sein ganzesDenken und Thun war in den Prämissen und Conclusioncnein Continuum, so daß man Ihn in allen Handlungen voneiniger Wichtigkeit ganz wie Er war sah und hatte. Niehat man Ihn, weder im tiefsten Unglück, noch im höchstenGlück, außer sich gesehen, Er war stets bei sich. Immerwar Er sich klar der Gründe bewußt, warum Er so undnicht anders handelte. Wiewohl Er ein wohlwollendes,thcilnchmendes Herz hatte und solches zu bewahren wußte,so war Er doch nie ein Mann der Gefühle, immer legte Erbesonnen Sein Urtheil an den Maßstab sicherer und sichgleichbleibender Grundsätze. Exaltationen liebte Er nicht,und wenn Er gleich warm werden konnte, so war dochSeine Wärme stets die der Vernunft; einen festen Boden,auf dem Er stand und ging, hatte Er immer unter sich;deßhalb kommt in Seinem Leben und in Seiner Regierungauch niemals ein Widerspruch vor, in beiden tritt nichtPhantasie, wohl aber ein persönlicher Charakter hervor. Einvollkommenes Gleichgewicht aller Kräfte macht gerade Sein