eigene Gabe, kurz die vcrwickeltstcn Dinge zu entwirren,und überall den rechten Punkt (statuier eoutr-ovtzr-srae) zutreffen, mit einem Worte, Seine reife Weisheit, war so vonder ganzen Welt anerkannt, daß Er in streitigen Fällen, woman sich nicht vereinigen konnte, von beiden Parteien zumSchiedsrichter gewählt wurde, und man in Seinem Aus-spruche die Entscheidung fand, welche den Vertrag und dieRuhe herbeiführte. Sein Ansehen, Seine Autorität, dasVertrauen zu Ihm, stieg mit den Jahren, und zuletzt nochmachten die Nordamcrikanischcn Freistaaten einen langenStreit, den sie mit Mexico hatten, von der Schlichtung desKönigs von Preußen Friedrich Wilhelm lll. abhängig, "stAls der König den deutscheu Zollvcrband zum NachthcilSeiner Finanzen aus Liebe zum Frieden und um Deutschlandnäher miteinander zu verbinden, zu Stande brachte, gewannEr die öffentliche Meinung von Deutschland für sich undman sah in Ihm und Seiner Macht eine feste Stütze deröffentlichen Wohlfahrt.
Auf dieser glänzenden Höhe stand Er viele Jahre, re-gierte lange, und wurde alt. Oft und gewöhnlich machtden Menschen, vorzüglich einen mächtigen, absolut monarchi-schen unabhängigen und dabei reichen König, das lange undgesicherte Glück sicher, hochmüthig und durchfahrend, "'"st
st Die Verhandlungen leitete zu Washington der damalige Königl,Preußische Gesandte in den Nordamerikanischcn Freistaaten, derjetzige Präsident und Chef des Handels-Amts, v. Rönne.
*st Man erzählt von Mark Aurel, daß er, als er Kaiser wurde,zum Jupiter gebetet habe: ,,Behüte mich, o Gott, daßich nicht verkaiserc."