Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
512
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Städte hatten eine neue Ordnung und mit derselben Selbst-ständigkeit bekommen; jedes Talent, jede Kraft, konnte sichfrei entwickeln und Bahnen schaffen; jede Leistung fandRaum und Anerkennung: und dicß Bewußtsein brachte inden herrschenden Geist der Nation den Hochsinn, den dastiefliegende Gesetz der Pcrfcctibilität verlangt, weckt undnährt. Nichts Unglücklicheres kann einzelnen Individuen,und also auch einem ganzen Wolke, begegnen, als wenn esdurch ungünstige Umstände gedrückt und unterdrückt wird,so daß sein Licht unter den Scheffel gestellt wird. Eingutes Licht brennt zwar durch; aber gewöhnlich erlischt es,und ein noch so guter, aber im Schatten gepflanzter Baumgedeihet nicht und bringt keine, oder nur sauere Frucht.Alles kommt bei der Entwicklung der Kräfte auf die Lageund Stellung eines Dinges an. Alles in der ganzen Naturbewegt sich ungehindert; zwar nach ewigen Gesetzen, die be-stimmte Bahnen vorschreiben, aber die Bewegung selbst ent-spricht jeder Eigenthümlichkeit, die nur dann erstarken kann,wenn sie eine freie ist. Jeder unnatürliche Zwang der Kräfteist Hemmung und Lähmung der Kräfte, welche stets schadet,aber», nie Hilst und fördert. Willenlose, krüppelhafte, schwacheund scheue Geschöpfe kann wohl die despotische Ucbermachterzeugen; aber das heitere und freie Gesetz der Liebe nur starke,gesunde, selbstständige und wahrhast anhängliche. AllesKräftige ist auch in Bewegung und bleibt auch in der Bewegungfrisch, und Alles, was still steht, verfällt und wird in derStagnation faul. Das Daseiende genügt nur dem Menschengewöhnlich im Alter, das die Ruhe liebt, weil es nichtmehr schaffen kann; aber nicht so in den Jahren der Jugendund der besten Kraft. Schaffen, wirken, fördern, treiben,anlegen, thätig sein, weiterkommen, verbessern, ist ihr wahres