Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
505
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Es erschien damals in Berlin cin satyrischcr Kupferstich: derStaatsministcr von Schulcnburg nudelte einen kranken Adlermit Papier; dieses ging ihm wieder ab als Tresor-Scheine,welche der Minister von Stein sorgfaltig sammelte.

Sein väterliches Auge besonders mit Wohlgefallen. Erkonnte ruhig sein; und Er war ruhig, in der Ueberzeugung,Sein Nachfolger werde,nach Grundsätzen und Gesinnun-gen cin Bater Seiner Unterhancn sein." In der Familie indem Hause des Königs war also, menschlichem Ansehennach, nichts, was Seine Zufriedenheit und Ruhe störte, undim Schöße der Seinigen führte Er, wie Alle wissen, cinglückliches Leben.

Glücklich war Er im Lande. Unter mißlichen Zeitum-ständen trat Er Seine Regierung an. Die Staatskassenwaren erschöpft, und ob er gleich in Seinem Hause ein guterWirth war, der alle unnützen Ausgaben vermied, und an-ordnete, daß die Königliche Tafel und Alles, was dazu ge-hörte, auf dem Etat des Kronprinzen bleiben sollte, so konnteund wollte es Ihm doch nicht gelingen, den öffentlichen Finanz-zustand dahin zu bringen, wohin Er ihn gerne gebracht hätte.Bei'm Mangel an baarcin Geldc sah Er sich genöthigt, pa-picrnes einzuführen, ^') und wenngleich Er viele nützlicheEinrichtungen traf, im Staate und in der Kirche weise Gesetzegab, in Seiner Familie, an der Seite Seiner holdseligen unver-geßlichen Luise, glücklich und musterhast, wie es die Welt amHofe eines Königs noch nie gesehen, lebte, so umdüstcrte doch diedamalige bedenkliche Zeit Seinen Sinn, und die FranzösischeRevolution, welche damals lichterloh brannte und in reißen-den Fortschritten sich fortbewegte, machte Ihm viele Sorgen.