Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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506
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Durch vielfach getadelte Tcrgivcrsation aller Art suchte Erzwar ein gutes Vernehmen und den Frieden zu erhalten; alsaber I8l1<Z der unglückliche Krieg losbrach, stürzte Alles überden Haufen. Die unglücklichen, wie ein ausgetretener mäch-tiger Strom sich über das ganze Land ergießenden anhalten-den vieljährigen Folgen erschöpften auch die Wohlhabendenund das Volk wurde bei dem methodischen Aussauge-Systemder mächtigen Franzosen blutarm. Auch das Letzte wurdegenommen und gefordert, und der König sah sich genöthigt,das dem Königlichen Hause zugehörige goldene Tafel-Servicezum Besten Seiner armen Untcrthanen in die Münze zu schicken.Nach dem lähmenden Tilsiter Friedensschlüsse, der Ihm dieHälfte Seines Landes nahm, kam Er selbst in Geldnoth undsah sich genöthigt, um nur bürgerlich leben zu können, Gel-der zu borgen und Geschenke von Mcnonitcn anzunehmen.'^)Wer hätte in dieser verächtlichen Zeit, wo die dunkeln Wo-gen des Unglücks über das thcucre Haupt zusammenschlugen,glauben und denken können, es würden diesen sturmbcwegtenTagen die besseren der Ehre, des Sieges, der Pracht und desUeberflusses, folgen?'? Und doch kam es durch Gotteswunderbare Hülfe also. Das für eine halbe Ewigkeit ge-baute und zusammen gcthürmtc Reich des Kaisers Napoleonstürzte in sich zusammen und nahm ein Ende mit Schrecken.Zwar konnte der durch Nacht zum Lichte, durch finstereTiefen des Elendes zu den Höhen des Glückes wunderbargeführte König nach erschöpfenden siebenjährigen Leiden undgewaltsamen Anstrengungen sich imt Seinem treuen Volkenur allmählich erheben; aber alles erduldete Unglück war

') ctr. 2tcr Theil erste Abtheilung S. 22l. 222-227.