Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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504
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hochgeachteter und innigst geliebter Hausvater in derselben.Zu den frohen und wohlthuenden Ereignissen Seines langenLebens rechnet Er insbesondere die herzliche Liebe und An-hänglichkeit und das Wohlgclingcn Seiner geliebten Kinder,"die hohen Schwiegcr-Söhne und Schwieger-Töchter, die Ererhielt, waren ganz nach Seinem Herzen. In den liebens-würdigen Enkeln wurde der ehrwürdige Großvater wiederjung. Am Glücklichsten war Er unter den Seinigcn, undwenn Er am Morgen viel gelesen, gehört und gearbeitethatte, sah man Ihn dcS Mittags das Wohlbehagen an langerFamilientafcl an. Mit Seinen Kindern und Seiner theucrnAuguste fuhr Er gern aus, am Liebsten in einem langenKorbwagen, und Er verlebte in Seinen Gärten und auf SeinenLandgütern in abgeschiedener heiterer Gemüthlichkcit im frohenKreise Seiner nächsten Angehörigen glückliche Tage. DiesesGlück war nicht der Glanz und die Pracht eines mächtigenKönigs und vornehmen Hofes, sondern die stille Zufrieden-heit eines edeln Menschen. Alles steife Cercnivnicll warentfernt: natürlich und einfach, aber durch innere Würde,und von ihr gehalten, blieb Alles; der Geist heiterer Ord-nung, fröhlicher Unbefangenheit, der Unschuld und Tugend,der von dem still und ernstvcrgnügtcn Hausvater ausging,floß erquickend in das Ganze über. So war es, so bliebes, bis an's Ende.

Ob man gleich in Friedrich Wilhelm III. im KreiseSeiner Familie nur den edlen Menschen und nicht den Königsah, so war und lebte dieser doch in Ihm und nie verfaßEr ihn, weil Er sich nicht vergaß. Der vorzügliche StoffSeiner Nuhe und Zufriedenheit war der Thronerbe, den ErSeinenlieben Fritz" nannte. Auf dem Kronprinzen rührte

') Erster Theil, S. 410.