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Eine große Kraft wurden. Sie war schon da und reisteunter dem Drucke, doch still, verborgen; zerstreut undgctheilt entwickelte sie sich; man ging umher und wußtewohl, was man wünschte, aber wie eine Heerde, die ihrenHirten verloren hat, ging der Eine hierhin, der Anderedorthin, und der feindliche scharfe blanke Säbel schwebteargwöhnisch über den Häuptern. Aber als nach GottesRath die Zeit erfüllet war, trat hervor der rechte Herr;Er rief, Seine Stimme erscholl von Osten bis zum Westenund drang in jedes Herz. Er wurde nun der vereinigte
Seine Zeit und ihre Bedürfnisse. Jenem galt Alles Verstandund Witz; Diesem die Gesinnung. Jener liebte und studirtephilosophische Theorie»; Dieser praktische Erfahrungen. Jenerwurde durch Form und Buchstabe vom Christcnthum abge-führt, war aber in seinen Tugenden, ohne es zu wissen undzu wollen, oft ein Christ; Dieser wurde es theoretisch undpraktisch mit klarem Bewußtsein, und wünschte, daß alle SeineUntcrthancn es sein möchten. Jener liebte in seiner Jugend dasweibliche Geschlecht, und dachte nachher von ihm geringschätzig');Dieser ehrte es und war zweimal glücklich in der Ehe. Beidewaren mißtrauisch; aber in Jenem fand sich oft Härte, inDiesem Milde. Jener liebte in Speisen und Getränken dasPikante; Dieser das Einfache. Jener sagte im Tode, zurSonne blickend: „Bald werde ich dir näher kommen!" Dieserbetete Den an, der sie gemacht hat. Jener starb im Beiseineines treuen Dieners; Dieser in stummer Gegenwart SeinerGemahlin» und Kinder, von ihnen beweint. Als die Todtcn-glocke durch das ganze Land ertönte, sprach man still beiJenem: „Es ist ein großer," bei Diesem mit Thränen: „Es istein guter König gestorben." clr. den ersten Theil dieser Schrift,S. 23—27.
') In der Grasschast Mark sagt man: niinachtig.