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Mittelpunkt und unter Seinen Fahnen sammelte sich Alles,Ein Herz und Eine Seele. Wohl hat und ist die Liebeeine Macht, stärker wie jede andere; sie höret nimmer auf,auch dann nicht, wenn alles Andere aushört. Sie ent-scheidet, wie in allen Privat- so in allen öffentlichen Ver-hältnissen, im Hause wie auf dem Forum; ihr Gewichtwiegt schwer; sie hat, wie die Geschichte lehrt, in der Wag-schale der Völker, auch der physisch kleinen, den entscheiden-den Ausschlag gegeben, denn das ewige Recht und dieunbesiegbare Wahrheit kämpfte für sie; noch immer trug sieden Sieg davon. Diese mächtige Hebelkrast der Liebe trugder König Friedrich Wilhelm lll. in sich und Sein Volkfür Ihn tief im Herzen, und Beide verband in Grundsätzenund Gefühlen die Sympathie. Nie hat ein König sein Volkmehr geliebt, als Er, nie ist Einer von demselben mehr ge-liebt worden, als Er; dieß beweiset im Kriege die heiligesiegreiche Begeisterung, und im Frieden der vertrauende Ge-horsam. Beide, der Regent und die Untcrthancn, verstandensich, — die wechselseitige harmonische Liebe trifft überall dasRechte. Darin hat es seinen tiefen Grund, daß der Königin allen Einrichtungen, die Er traf, in allen Veränderungen,die Er schuf, in allen Gesetzen, die Er gab, ganz unverkenn-bar auf den Geist der Nation einwirkte, und eben in diesemEinverständnis; die schaffende Kraft lag. Der König unddas Volk waren so einig, daß Altes, was von Jenem aus-ging, und Alles, was Dieses that, Wahrheit und Leben, Saftund Blut wurde. Alle Volksbildung basirt aber auf denNationalcharaktcr und erhält von ihm seine Beschaffenheit.Sie ist das Bild ihrer Eigcnthümlichkcit; die gestimmteNationalität drückt sich in ihr ab und aus. Durchdringtdiese Bildung ein Volk, so tritt sie auch ins Leben und