Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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Alles Falsche, Erborgte und Geschminkte, that Er von sich.Weil Er wirklich in der Wahrheit selbst war, schärfte sichSein Blick der Unterscheidung, und in der Wahl der Perso-nen, die zunächst um Ihn waren und durch die Er SeineBefehle vollzog, irrte Er fast nie wieder. So, einen festenBoden unter sich und den reinen Himmel eines guten Be-wußtseins in sich, stand und ging Er fest, und sich selbstgenug, würde Er ein sehr glücklicher Privatmann gewesensein. Aber Er war ein regierender König, der, wenn er einguter ist, nur für Andere lebt und eben in der Obhut undSorge für sie sein eigenes wahres Leben findet.

Halb und getheilt, mehr Andern als sich selbst trauend,suchte dasselbe oft unstet Friedrich Wilhelm lll. biszum Jahre 181)6; von da an bis 181 unter Sorgen undMühen: von 1814 bis an Sein Ende 184(1 fand Er es inheiterer Selbstständigkeit und Ruhe. Umgeben von denSegnungen des thcuer erkauften und sorgfältig bewahrtenFriedens, bauetc Er rüstig auf und freute sich des Gelingens.Er freute sich, wie man sich über die Aerntc freuet, und inweiser Mäßigung, fortschreitend zwischen beiden Extremen, derträgen Anhänglichkeit an's Alte und Veraltete, und der un-ruhigen Neucrungssucht, suchte und fand Er das Beste desStaates durch zeitgemäße Entwicklungen und das Beste derKirche vorzüglich durch die Union. Durch Beides wurdeEr Eins mit dem Volke, in dessen gutem Geiste Er handelte,und Er besaß das Beste, was ein Herrscher haben kann:die Liebe und das Vertrauen desselben, so daß man in Wahr-heit sagen darf, nie ist in Preußischen Landen ein König vonder Gcsammtheit der Nation mehr und inniger geliebt wor-den, als Er. Er lebte in ihr, sie in Ihm, und Alles wasgeschah, bewirkte Entfesselung, Entwicklung und gesetzliche