Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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derjenige, welcher in der Masse still verborgen sich unbemerktverliert, als wer auf glänzender, bemerkbarer Höhe steht,nicht sein eigener Führer, er wird von einer allmäch-tigen unsichtbaren, aber fühlbaren Hand, in der Regel ganzanders, als er dachte und wollte, geführt; nur ob und wieer sich führen läßt, ist die Sache seiner Freiheit, Wahl undNeigung. Freiheit, Wahl, Neigung und Stimmung desKönigs stimmten ganz mit Seiner Führung und ihrem Zugeüberein, zwischen beiden hatte Er sich in stille Harmonie ge-bracht. Von den Fehlern, die Ihm anklebten, und die Ihmals Landcsherrn doppelt verderblich geworden: Andern zuviel, sich selbst zu wenig zu vertrauen, wurde Er geheilt.Bitter war Er getäuscht, betrogen und verlassen, Er sahnun mit eigenen Augen. Er erfuhr Hohn, Spott und Schmach,größtcnthcils von Aristocratcn, nur die Nation selbst wartreu, redlich und anhänglich geblieben, > ihr selbst, vorzüglichdem aufrichtigen Bürger und Landmannc, vertraute Er, undEr ergriff damit einen sicheren, festen Stab. Seine Gcmah-linn Luise war Ihm Alles, vielleicht, als König, zuviel;auch Sie verlor Er. Nun, beraubt, verlassen von Allem,woran Er sich gewöhnt, worauf Er sich, oft mehr, als rechtwar, gestützt, kam Er in der Schule der Drangsale auf denPunkt wahrer innerer Stärke, und Er fand sie immermchrin der stillen Hingabe an Gott und Seine Pflicht. Ent-täuscht durch das Unglück, wurde Er frei von den Vorur-theilen der Geburt und sah durch die Schimmer des Rangesund Standes nur noch allein auf den gesunden Kern desinneren Wcrthes. Uebcrzcugt, daß alle Lüge über kurz oderlang, einmal aber gewiß, in's Verderben führe, und daß inder Wahrheit allein Heil sei, liebte Er sie über Alles, undhörte sie lernbegierig auch dann, wenn sie unangenehm war.