Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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488
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Der König, welcher sonst abgebrochen und kurz sprach,sprach jetzt lange und beredt, wie Er immer zu thun pflegte,wenn von Sachen und Menschen die Rede war, die Ihnintercssirtcn."

Wenn der König glaubte, daß ein Mensch ein wahrerChrist sei, so hatte Er Respect und Vertrauen zu ihm, undwar geneigt, Beschuldigungen, die gegen ihn vorgebrachtwenden, zurückzuweisen."

Der König hatte einen berühmten auswärtigen Geist-lichen zu einer hohen geistlichen Stelle in Seinem Reicheernannt und berufen. Kaum war dieses geschehen, als einhochstehender Mann dem Könige hinterbrachte:dieser Geist-liche gehöre zu den Ultrapolitisch - Liberalen und habe gegendas Königthum gepredigt." Der König fürchtete nun einenMißgriff gethan zu haben und war ungehalten auf den Mann,den als einen Treuen und Würdigen man Ihm vorzüglichempfohlen hatte. In diesen großen Sorgen sragtc Er mich:wofür ich den Geistlichen halte?" Ich antwortete:Wennman Ew. Majestät diesen würdigen Geistlichen verdächtigt,so thut man daran sehr Unrecht. Ich halte ihn mit Grundfür einen wahren Christen: und ein Christ fürchtet Gott undehret den König, er ist gehorsam der Obrigkeit, er weiß, esist keine Obrigkeit, ohne von Gott." Der König war vor-läufig beruhigt, und als Er später, und sich gleich bleibend,erfuhr, daß eben dieser Geistliche, wie zu den Talentvollstenso auch zu den Besten im Lande gehöre, und sein Amt sosegensreich als Muster und Vorbild für Andere verwalte,machte Er das in Gedanken ihm zugefügte Unrecht auf allemögliche Weise wieder gut, ehrte und liebte den unrecht An-geschuldigten, und entfernte den Verläumdcr."