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liehen. Einige Teige später erhielt ich von Borowsky, derwahrscheinlich von dieser Erhebung noch nichts wußte, einPrivatschrciben, worin er mich ersuchte, dem Könige die Bitteeiner Gemeinde vorzutragen und zu befürworten. Als ichmich dieses Auftrages entledigte, sagte der König: „Sic wis-sen vielleicht schon, daß ich dem Bischöfe Borowsky dieErzbischöflichc Würde crtheilt habe? Ich kann dem bravenManne nicht dankbar genug sein. Als ich zur Zeit desKrieges in schwerem Unglücke eine Zeit lang in Königsberglebte, quälten mich bange Zweifel an Gottes weiser und gü-tiger Borsehung. Da sandte mir Gott den würdigen Bo-rowsky. Er wies aus der heiligen Schrift und der Welt-geschichte nach, daß Gottes Wege zwar oft räthsclhast unddunkel, aber stets heilig und heilsam wären, so daß endlichalles Unrecht in sich untergehe, dagegen alles Recht zuletztdennoch siege. Ganze Staaten und ihre Regenten bedürftenoft der Läuterungen, damit die Schlacken wieder wcgbrenn-ten, welche das Glück angesetzt hätte. Zu solchen sittlichenZwecken könnten Trübsale führen; wer durch sie nicht gebessertwürde, wäre nicht zu bessern. Man müsse nur im Unglückgläubig, geduldig und standhast sein. Man müsse nur war-ten und Gott nicht Zeit, Maß und Ziel vorschreiben; erwerde schon kommen und helfen, wenn wir seiner Hülfewürdig, bewährt erfunden wären. Der gläubige Mann sprachwie ein Prophet Gottes und man fühlte es ihm an, daß erauf einem festen Boden stand. Er redete offen und freimü-thig, darum gefiel er mir immer mehr; so stärkte und be-festigte er meinen Glauben, ohne welchen ein Mensch imgroßen Unglück verzweifeln müsse. Nein, ich kann es demBorowsky nicht genug vergelten, was er an mir gcthan!"