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und Gefühlen Thor und Thür verschließt, daß daher einMensch, der leidenschaftlich ist und handelt, ein Unglücklichersei, der unser ganzes Mitleid verdiene, daß der Herr darumseinen Feinden großmüthig verziehen habe, wandte ich dieFürbitte: „Vater, vcrgieb ihnen, sie wissen nicht, was siethun!" auf die unglücklichen jungen Leute an, welche inFrcihcitsschwindcl gcrathen und durch Menschen, die hinterden Eoulisscn sich versteckt hatten, angefeuert, Lustschlösser gc-bauct, und die Welt hätten regieren wollen, während sie sichselbst nicht regieren konnten. Sie wären daher zu bedauern,wie ihre tief gebeugten Eltern zu beklagen. Ich könne dahermeine Rede nicht beschließen, ohne an meinen AllerhöchstenZuhörer die bcvorwortetc Bitte zu richten: „Vater, vergicbihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun!" Unmittelbarnach dem Gottesdienste ließ der König mir den Befehl er-theilcn, mich zu Ihm zu verfügen. Wird der König mirmeine Bitte übel genommen haben? fragte ich mich auf demWege zum Cabinct. Er empfing mich aber gnädig, danktemir für meine an Ihn gerichtete Bitte: „Ich möchte so gern
") Wohl mochte der Redner sich so fragen, denn hier war in einechristlich-religiöse Sache eine rein politische, welche zunächstnicht in die Erbauung der Gemeinde gehört, hinüber gezogen.Aber der Sprecher, ein ernster Mann im Charakter, ein Kindim Gcmüthc, kann nicht zurückhalten, wovon das Herz voll ist.Es kommt in solchen Dingen Alles auf das Wie an. Wernicht dabei den inneren Anstoß des Genius fühlt, sondern nurden der berechnenden Klugheit, kann und wird es nicht thun.Und, was hier die Hauptsache ist, der König war ein Mann,dem man auch an heiliger Stätte getrost und frcimüthig solcheunangenehme Wahrheiten sagen durste. Ucberall durchauspraktisch, maß Er alle Politik nach dem Maßstäbe der strich-