Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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lm ausgcmittelt hat, muß man die noch fohlenden, die zurVerbesserung nothwcndig sind, berechnen, und der Staatmuß hinzutreten, um das Fehlende zuzuschießen."

Diese richtige Ansicht floß aus der Seele des Königs,welcher die Kinder liebte und die wackeren Männer schätzte,welchen das Vaterland seine Hoffnungen anvertraut. Sieenthält die Grundstoffe von Allem, was in dieser wichtigenAngelegenheit geschehen ist, und noch geschehen muß.

ZV.

Der König war in der Regel ernst gestimmt; doch warSein Ernst heiter, und diese Heiterkeit ging sehr oft, beson-ders im Umgänge mit denen, welche Er genau kannte, infröhlichen Scherz über, und Er blieb in diesem Tone oftstundenlang. Vorzüglich war dicß der Fall in dem Ihmin Lage und Nachbarschaft licbgcwordcncn Landgute Erd-mannsdorf, welches früher Graf Gncisenau als Eigenthumbesessen, und welches Er ihm zu einem hohen Preise abge-kauft hatte. Hier in der freien ländlichen Umgebung, unterden fröhlichen ehrlichen Schlesischen Landlcutcn, fühlte Ersich wohl und that von sich Alles, was Ihn beengen konnte;hier lebte und waltete Er ganz nach Seiner Neigung; da-rum kamen auf Seinen Tisch, mehr wie sonst noch, nurländliche Speisen: Milch, Obst und Gemüse, weil Er denGrundsatz hatte, man müsse auf dem Lande ländlich leben.Fische und Braten sparte Er gewöhnlich auf den Sonntagauf, wo Er, wenn Er zur Kirche gegangen war, die Nach-barschaft bei sich zu Tische hatte. Doch war auch dann dieTasel höchst frugal, so daß sich Viele, die bei einem Königespeisten, in ihren Erwartungen betrogen sahen.

An einem schönen Sommcrmorgcn fuhr Er mit SeinenKindern in einem Wagen durch romantische Gebirgsgegcn-