Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
468
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wollte nur Sie, Herr König, fragen, was meine Inngens inPotsdam machen?" — „Wird ihnen wohl gut gehen; habenichts Nachteiliges von ihnen gehört." — „Nnn," sagte derBauer treuherzig, „wenn Sie nach Potsdam kommen, grüßenSic sie schön von mir." — „Werd' es besorgen!" Wirklichwar der König kaum, wiewohl doch Wochen dazwischenlagen, in Potsdam angekommen, als Er die Gebrüder Son-dermann von der Lcibcompagnie ans das Schloß rnfen ließ.„Hab Euren Vater gesehen: ist recht munter. Laßt Euchvielmal grüßen; was ich hiermit gcthan haben will." Daraufließ Er ihnen in der Küche ein Frühstück verabreichen. Mankonnte dem Könige Aufträge geben und Er bestellte sie voneinem Bauer und gemeinen Manne ebensogut, wie voneinem Fürsten.

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Die Verrichtung eines Küchenmeisters, eines sonst er-klecklichen Postens, wurde dadurch oft schwierig und peinlich,daß der König nicht selten erst Morgens um Il> Uhr, auchwohl noch später, vorzüglich im Sommer bei heiterer Witte-rung sagte: „Er wolle auf dem Lande zu Mittag essen."Wenn dagegen Remonstrationen gemacht wurden, so crwie-dcrte der König: „Werde doch wohl einen Teller mit Suppeund einen Eierkuchen bekommen können?" Und in Wahrheit,der Hohe Herr machte sich so wenig aus Essen und Trinken,daß es leicht war, Ihn zufrieden zu stellen; aber Seine Um-gebung und Sein Gefolge war schwieriger in seinen Präten-sionen und der Königliche Anstand durste denn doch nichtverletzt werden. Aber dieß übersah in Seiner Arglosigkeitder König, und so sagte Er wieder dem Küchenmeister