Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
452
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Geist tiefer Volksachtung und Volkslicbe, — wie hätte Er jevergessen können, was das in Eintracht in Masse aufgestan-dene Volk für das Land und seinen geliebten König that?Wie hatte Er einer Partei zugcthan sein können, welcheoffenbar nur für wenige Uebcrspannte und Einseitige, abernicht für das gesunde, rührige, kcrnhaste und thatkräftige,treue ganze Volk ist? Nein, nein, König Friedrich Wilhelm III.war ein Mann für das Volk und fand bewährte Stärke inseiner anhänglichen Liebe. Tiefe Wurzeln hatte sie geschlagen;sie wohnte und lebte im Herzen, weil die Erlösung ein Werkder Schöpfung des Volkes war. Dasselbe liebte der König;dicß war Seine Neigung; und daher die Sympathie deröffentlichen Meinung, wiewohl schon der ganz vulgäre Ver-stand begreift, daß eine Partei, wenn sie auch noch so starkist, auf die Dauer gegen die nationale Richtung Nichts ver-mag. Jede Parteisucht im Lande und die Begünstigungderer, welche ihr angehören, erzeugt nothwcndig Unzufrieden-heit, die sich ansteckend mittheilt. Das Feuer, welches unterder Asche glimmt, ist eben darum ein gefährliches, weil manes nicht sieht, und es ist eine historische Thatsachc, daß dieWourbons darum sielen, weil sie in den begünstigten vor-nehmen Ständen und nicht im Volke, nicht in der Nationselbst, die einzig sichere Garantie suchten. Auf dem frucht-baren Boden ihrer wechselseitigen Liebe bauctc der KönigStaat und Kirche; Er gehörte, so fest Er für Seine Personwar, keiner Partei an, Er stand über Allen; frei blieb Er,der in Seiner Umgebung keine Ansicht begünstigte; Lieblingehatte Er nicht; weder dircct, noch indircct that Er Gewaltan; heitere klare Eintracht war Sein Ziel und Union Seingroßes Werk.