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Glückwunsch-Schreiben dem Jubilar den rothcn Adler-Orden4ter Classe.
Dcr König wählte bei Seinen Spazierfahrten am Liebstenentfernte einsame Gegenden; Er hatte namentlich Seine stilleFreude an wogenden Saatfeldern, und sah gern an dasThun und Treiben der Kauern in entlegenen Dörfern.Einst fuhr Er mit Seiner Gcmahlinn, der Fürstinn vonLicgnitz, durch das Dorf Stahnsdorf in dcr Umgegend vonPotsdam. „Hier ist es hübsch!" sprach Er, „wir wollen,liebe Auguste, aussteigen, dort uns setzen und die Sonneuntergehen sehen". Beide gehen auf das nahe gelegene Hauszu. Es war das Pfarrhaus des Pastors Dreising. Diesererkannte sogleich den König, und erstaunt über den Besuchdcr hohen Gaste, schleppte er, nachdem er Ihren Wunschvernommen, Svpha, Stühle und Tisch, so gut dcr unbe-mittelte Landpfarrer es hatte, vor die Thür. Der PastorDrcising war ein origineller, trockener, komischer und humo-ristischer Mann, dcr gut zu reden und zu erzählen verstand,dabei einfach und redlich war. Er gefiel dem Könige undWeide unterhielten sich angenehm über allerlei Gegenständedes ländlichen Lebens, wie denn auch die süße Milch, dasgesunde Bauernbrod und die frische Butter gut schmeckte.Die Sonne ging unter, dcr Abend war gekommen, Kind nachherzlichem Abschied fuhr der König mit Seiner Gcmahlinn,in Gott vergnügt, in dcr Dämmerung nach Potsdam zurück.Des anderen Tages hielt ein beladcncr Wagen vor der Thürdes ehrlichen Landpfarrcrs und nebst schriftlichem Danke undeinem Geldgeschenk erhielt er an die Stelle dcr schon ab-genutzten ganz neue Stühle, einen Tisch und ein Sopha.