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Wilhelm 1595 war es auf dem damals einsamen Kiez schonein Jagdschloß gewesen und trug noch die Spuren desselben,
empfangen; die Welt stehet es jetzo noch nicht, aber sie wirdes schon nach meinem Tode erfahren. Ein Mehrcres mag ichjetzt nicht sage»; ich wünsche aber eine selige Nachfolge, damitAllen wie mir ewig wohl sei." *) Darum verordnet er aus-drücklich in der gedachten Landes-Vcrfügung: „daß die Ordi-nandi bloß allein auf die heilige Schrift Alten und NeuenTestaments und auf die uralte mit ihr einstimmige Symbolaund Augsburgischc Confcssion verpflichtet werden sollten. Erehrte die symbolischen Bücher, als Bckenntnißschriftcn der Re-formatoren; aber er sah sie gleich Luther für menschliche Werkean, und seine Ehrfurcht für das göttliche Wort war zu tiefund groß, als daß er diesem sie hätte gleich stellen können, siewaren ihm «ocmuli nrellniü. Noch deutlicher und bestimmterdrückt er in vollkommener Ucbcrcinstimmung mit allen Refor-matoren über die alleinige und entscheidende Autorität der hei-ligen Schrift diese seine Willcnsmcinung aus in der merkwür-digen Verordnung vom 3l>. März ll>k2, wo er sagt: „AllePrediger sollen nur auf das Wort Gottes und nicht auf Men-schensatzungen berufen und verpflichtet werden." Er war mitdem später (1700) austretenden Grafen Ludwig von Zinzendorf,der Lutheraner und Rcformirte in die Brüdcr-Unität aufnahm,und dessen Geist und Seele innige tiefe Liebe zu Jesus war,der Ucbcrzcugung, daß die symbolischen Bücher der lutherischenund rcformirte» Confcssion in dieser naturgemäßen Unterordnungkein Hinderniß der Union beider Kirchen wären und sein könnten.Die christliche Religion war ihm auf ihrem Urgcbiete nicht ei»Schulsystem der Theologie, sondern eine Angelegenheit des Her-zens. Noch im Tode und im Angesicht desselben sprach erdavon, wie ihm die Unduldsamkeit der Protestanten zu Herzenginge. Er starb den 24. April IK88 mit den Worten:„Christus ist mein und ich bin sein."
Des großen Mannes eigene Worte aus seinen» bekannten Testamente.III. 28