Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
432
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wegen war das Prediger- und Schullehrcr-Wittwenhausdem Könige licd und theucr. Unter dem Markgrafen Georg

Wort rem, lauter und unverfälscht predigten und ihren Zuhö-rern mit gutem Exempel und unsträflichem Wandel vorgingen;dadurch allein würde die Gemeinde des Herrn erbaut, mehrals in allen srliolnslic!« et uriulemiris <Ii«eepwlioni>>U8, inwelchen vielmehr der Zunder zum neuen Hader liege, der vomTeufel sei und zum Teufel führe." Wiewohl es seinem frommenSinne nicht genehm war, wen» die Neforinirtcn in ihrem Hassegegen die Lutheraner das Concordienbuch ein zänkisches undkauderwelsches nannten, so wollte er in seiner merkwürdigenVerordnung vom 3. December UiZii über die Ordinationder Prediger doch nicht, „daß die Ordinandi zu der b'or-mnln roncordine als librn sxmbolico sich obligiren sollten,und gedrungen würden, solches zu bezeugen, nsse ihren Namenin ein gewisses apartes Buch einzuschreiben." Der Große Kur-fürst war ein warmer Verehrer der Reformation; er nanntedie gefeierten Namen Luther und Melanchthon, Zwingli undCalvin, mit hoher Achtung, als protestantische Kirchenväter; erehrte von Herzen die symbolischen Bücher, als Bckcnntniß-schriften, und wollte sie um Alles in der Welt nicht verdrängtwissen; aber sein erleuchteter Geist haßte allen Zwang und ermochte nicht bindende Formen, die er „Ketten" nannte. Seinergeordneten Seele war die Willkür der Gesetzlosigkeit und ihreregellose Mutabilität zuwider. Er war theoretisch und prak-tisch ein Mann von festen Grundsätzen in allen Dingen, aberebensowenig konnte sein großer freier Geist die Beengung undihre Ausschließung ertragen, weder für seine Person, noch fürden Staat, noch für die Kirche. „Ich," sagt er selbst, „binzwar öffentlich ein Bekenner der rcformirten Sccte (er nanntedie reformirte Confession eine Sccte), aber ich habe nicht aufdes Ockolompadii, Zwingli, Calvini und anderer Lehrer Dog-matcn geschworen, sondern mir und einem jede» Christen liegtob, selbst seine Seligkeit zu schaffen, und in der heiligen Schriftzu forschen, damit er daraus den allein rechten Weg kennenlerne. Ich, von Gott geführt, habe von ihm ein großes Licht