Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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Preis, für dm er sich hin gäbe; es käme nur allein darauf an,was man böte. Der König selbst bestärke das Publicum inder Meinung von der Allgewalt des Staats-Kanzlers, da allewichtigen Civil-Staatssachen durch seine Hände gingen und manwußte, daß er nicht, gleich den übrigen Ministem, ein festesetatmäßiges Gehalt hatte, sondern aus der Staatskasse soviel nahm, als er brauchte. Er aber brauchte viel bei demfürstlichen Aufwände, den er machte und liebte. Er rcpräsen-tirte in den angenehmsten Formen und es umfloß ihn woer ging und stand der Zauber seiner Wcltsittc. Er tratüberall, vorzüglich auch im Diplomatischen, vor, und der König,welcher die polirte Glätte und den Dust der Wohlgcrüche

Stumm waren alle Augen voll Erwartung auf die Thür ge-richtet, durch welche er kommen sollte. Er ließ nicht lange aufsich warten; er trat ein, lüftete ein wenig den verschobenenalten dreieckigen Hut und sagte mit einer sonoren Stimme:IZon jour, Illessieur«!" Dann trat er tiefer in den Saal, inden Kreis seiner Minister, und fixirtc jeden mit seinem leuch-tenden Adlerblick von den Fußsohlen bis zum Scheitel. DicßSchweigen, Messen und Durchdringen dauerte einige Minuten;dann fing das Examen an. Solches geschah außer der Reihe,ex ndrupw. Er wollte wissen von dem Gefragten: wie inseinem Departement die Sachen ständen und ob sie in demverflossenen halben Jahre vorgerückt wären? Erfolgte eine be-stimmte tatsächliche Antwort, so war er zufrieden, und sagte:,,d!d dien!" Zu einem Minister aber, der stockte und unsicherwar und keine genügende Antwort gab, sprach er: ,,Hcrr! dassind leere Excusen! finde ich das Nächstcmal Ihn wieder auffahlem Pferde, so werde ich Ihn nach Spandau schicken. MerkEr sich das!" Indem er dieß sagte, klopfte er mit seiner Krückedreimal empfindlich dem Minister auf die Schulter.