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„Mit dem ganzen Lande bist vorzüglich du, geliebtesPotsdam, in dieser Zeit durch das heiße Läutcrungsfeuergroßer Leiden gegangen. Aber diese Leiden hast du gut be-nutzt. Auch unter den schwersten Drangsalen hat deine Liebefür König und Vaterland nie gewankt; ein Treuloser ist niein deiner Mitte gesunden; jedes Opfer, welches die Zeit ver-langte, hast du bei geringen Mitteln freudig dargebracht;dein frommer kirchlicher Sinn hat sich erweitert und befestigt,und wenn in dieser Zeit oft als Frage aufgestellt werdenkonnte und durste: ob eine Gemeinde von 1 (>,<)<)<) Seeleneiner cigcnthümlichcn, ihr angemessenen Kirche bedürfe? sosei es dieser Gemeinde zur Ehre gesagt, daß sie dieses Be-dürfniß im wachsenden Grade immer tiefer empfand, undals heißen Wunsch immer lauter aussprach. Und siehe, ge-liebte Bürgerschaft, dieser Wunsch wird erfüllt; erfüllt in derschönen, besseren Zeit, wo dein Wohlstand sich vermehrt, deineBevölkerung zugenommen, dein Zusammenleben mit den König-lichen Garden sich inniger verschmolzen, die Stadt einen größerenRcichthum an schönen, gcmeinnützlichcn Anstalten gewidmetenPalästen erhalten, und im Innern, wie in ihrer Umgebung,sich neu gestaltet hat. Das bedeutungsvolle große Geschenkeiner neuen prachtvollen Kirche empfängst du aus der immersegnenden Hand des Landesherrn, gerade in einer Zeit, woSein erlauchter frommer Geist das tief erwogene, mit Weisheitgeleitete große Werk der Wiederherstellung der inneren Einheitder evangelischen Landeskirche der ruhmvollen Vollendungnahe gebracht hat. Die schöne Hoffnung, daß dieser biblisch-feste, dieser rein-evangelische Geist, der unsere Kirchenordnungdurchdringt, in dieser neuen Kirche walten und in der Ge-meinde lebendig, daß christliche Gottesfurcht und Tugend,Ordnung und Zucht, Liebe, Eintracht, Wohlfahrt und Zu-