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3,2 (1846)
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und vom Director Du. Blume empfohlen wurde, sagte derKönig mit rührender Milde und menschenfreundlicher Thcil-nahmc zum Sohne:Haben einen sehr braven Batcr gehabt;suchen Sie seinem Borbilde nachzueifern!"

Inzwischen war es Abend geworden. Leichte Herbstncbellagen auf der Havel und den weiten Wiesen. Der alte, wie-der neu gewordene, jetzt eingcweihcte Dom stand da im Purpurder untergehenden Sonne. Ihre sanfte rosenfarbene Be-leuchtung erfüllte den weiten Domplatz und bestrahlte dieversammelte Volksmenge. Die Königlichen Equipagen wa-ren zur Rückkehr nach Potsdam vorgcfahren. Der Zeitpunktder Abfahrt war gekommen. Das ganze Domcapitcl standversammelt. Der Hohe stattliche Herr grüßte; Er drücktedem Domherrn, dem würdigen alten General der Infanterievon Jaaow, herzlich die Hand; vom hohen Domthurmetönten die Glocken, und unter ihrem festlichen, weit in's Landhallenden Geläute fuhren der König, Seine Gemahlinn undSein Sohn, dahin. Wir sahen Ihnen nach und unsereWünsche folgten Ihnen. Wir bekannten: Das war einschöner Tag, welchen Gott gemacht hat!

Nicht immer wie in Magdeburg und Brandenburgwurde des Königs lebhaftes Interesse für Kirchen mit sol-chem glücklichen Erfolge gekrönt; oft mißlang es Ihm damitund der böse diabolische Zufall, der sich nicht berechnen unddessen hinterlistigen Tücken sich nicht ausweichen läßt, hattedabei sein böses Spiel. Nie war dieß mehr der Fall, alsbei dem Neubau der Nicolai-Kirche zu Potsdam. Hieröffnete sich die ganze Fülle Seiner Königlichen Milde; unddoch sah Er sich, wo Ihm die Sache unmittelbar am Herzen

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