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lehrreich und gedankenvoll, cnviederte dieß der Hohe Herrund wünschte dem Dom-Capitcl, der Ritteracadenüc, wie derDomgcmcinde, Bestehen und Segen, mit der herzlichen Ver-sicherung Seiner Geneigtheit, rühmend das heitere, inhalt-liche Fest.
Die dadurch erzeigte würdige, dabei heitere Stimmungwurde genährt und erhöhet durch den im Nebenzimmer an-gestimmten lauten und schönen, von den Zöglingen der Rittcr-academie und ihren Lehrern vorgetragenen Gesang: „Dominolue «ulvum ne^em."
Was still alle Tischgenossen fühlten und dachten, meintenund wünschten, wurde nun zum lebendigen Bewußtsein ge-bracht; Alles war dankvoll bewegt und hie und da wecktendie ernsten frommen Töne, die aus den Herzen blühender.Jünglinge und ernster Männer klangen, Thräncn der Rüh-rung und Freude. Es trat dann eine stille Pause ein, dieKeiner unterbrach, weil alle Seelen voll waren; die Blickeder Ehrfurcht und Liebe waren nur auf den König gerichtetund Jeder dachte: „Gott segne Ihn! Domine ine sal-vum neZem!" An diesen erhebenden sinnigen Wohlklangschloß sich ein von dem genannten Sängerchor gut vorgetra-gener Gesang: „das Preußenlied," dessen einfache, aber seelen-volle Harmonie der ganzen Feier und ihrer Stimmung ver-wandt waren. Den Text überreichte schüchtern mit einigengefühlvollen Worten ein Zögling der Nitteracadcmie, ein lie-benswürdiger blühender Knabe. Der König ließ ihn, derin ehrerbietiger Entfernung bange dastand, in zutraulicherAnrede nahe an sich herantreten, dankte, und nahm das Ge-dicht freundlich an. Er erkundigte sich nach seinem Vater,
D Es war, wenn ich nicht irre, der Sohn des Commandanten in