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Gott," und die liturgischen Chöre hallten hehr und feierlichdurch die weiten Räume der Kirche. Der Ober-Domprcdigcrvr. Schröder sprach würdig die Liturgie; die von dem Ge-neral-Superintendenten der Provinz, Bischof vi-. Neander,gehaltene Festrede, das von ihm unter Assistenz des Dom-Capitcls, wie der gesammten Geistlichkeit der Stadt Bran-denburg, aus dem Herzen geflossene Weihgebct, wobei Alleniederknieten, die Consecration des h. Abendmahls, die hoheFeier desselben, der nochmalige volle Gesang der Gemeinde,das vom Sängcrchor und dem Local-Gesangverein gesungene,eigens für diesen Tag von dem Organisten Seiffers gutcomponirte Tedeum, — alles dicß war ein harmonischesGanze und machte einen erhebenden Eindruck/so daß alleFeiernden still, ernst und erbaut die herrliche Domkircheverließen.
Der König, zufrieden und religiös heiter gestimmt, sprachüber den solide und gut rcstaurirten Dom sehr passend undsagte dem geschickten Bauinspcctor Hcidfeld, wie über diegehaltene kirchliche Feier dem Bischof vr. Neander, und demOber-Domprediger vr. Schröder, viel Verbindliches. Inden Sälen der Dcchanei wurde zahlreich und köstlich, — wiees die Domherren Pflegen, — gcspeiset, und in dem Haupt-zimmcr, an dessen Wänden die Bildnisse der gewesenen De-chanten prangen, befand sich mit Seiner Gemahlinn, SeinemSohne und Gefolge, der König.
Die Honneurs bei der Tafel machte der Domdechant,General-Lieutenant, Reichsgraf Henkel von Donnersmark,und in einfachen, aus dem Herzen geflossenen und eben da-rum beredten geistreichen Worten erhob derselbe den gefülltenBecher auf das Wohlsein Sr. Majestät, und Alle trankenstehend mit lauter klopfendem Herzen ihr Glas. Dankbar,