Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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bestreut. Alles war ernst gestimmt; alle Herzen durchbebtenGefühle freudiger Rührung und die hehren Klänge der ru-fenden Glocken schlugen an und tönten wieder im Innerender Gläubigen. An der Domkirche, die ernst schweigend,aber in cigenthümlicher Einfachheit groß, als ein beredterZeuge der alten Vergangenheit, der frischen Gegenwart undder verborgenen Zukunft, ansprechend dasteht, wurde derMonarch von dem Dom-Capitel, dem Ober-Domprediger,der Baudeputation und den Gewerken, vermittelst einer kur-zen dankvollen Anrede empfangen und eingeführt.

Das Werk lobt den alten und den neuen Meister und dasInnere der Kirche ist ein in seinem hohen Gewölbe, seinenschlanken Pfeilern, seinen sicheren Bogen, ein zum Himmelanstrebendes Hciligthum, das man nicht betreten kann, ohneden wunderbaren Zug nach Oben, sur-suin eorcku, zu fühlen.Da liegt sie vor uns in ihrer großartigen Symmetrie, inihrer hohen Orgel, in ihrem entfernten in magisches Hell-,dunkel eingehüllten Hochaltar"), in dem erhabenen Dom-herrcn-Chorc, in ihrer einfachen Kanzel mit den um sie ge-stellten Sitzen, die herrliche Kirche. Sinnend und ernstbetrachtete sie der König und auf Seinem edelcn Angesichtelas man die Freude, sie wieder hergestellt zu sehen. Diezahlreich versammelte Gemeinde sang unter voller Orgclbe-gleitung das alte Kirchenlied:Komm heil'gcr Geist, Herr

') Der Hochaltar ist würdig ausgestattet mit neuen Leuchter» undAttargcräthcn durch die Güte des Königs; durch die desdamaligen Kronprinzen sind die Fenster mit reichen Glasma-lereien, und durch die der damaligen Kronprinzessinn, Ihrer Ma-jestät der Königinn, und sämmtlicher Prinzessinnen des König-liche» Hauses, ist der Altar mit einer kostbare» Altardcckegeziert.