Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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Ankunft des Königs der harrenden Volksmasse verkündigte.Der geliebte Monarch und erhabene Schirmherr der evange-lischen Kirche kam und stieg, begleitet von Seiner treuenGefährtinn, Seiner Gemahlinn, der Fürstinn von Licgnitz,und Seinem geliebten Sohne, dem Prinzen Carl, auf derBurg in der Dechanci, die oft Friedrich der Große besuchte,ab. Der Domdechant, General-Lieutenant Graf Henkel vonDonnersmark, wie die Domherren des Dom-Capitels, sämmt-lich in ihrer Amtskleidung, empfingen den stattlichen Herrn.Der König stand da im heiteren Bewußtsein, und Er, derden festlichen Tag geschaffen, wünschte Glück und Segen derherrlichen Feier. Der Hohe Herr sprach sehr gut von dem,was in vergangenen Jahrhunderten das Dom-Capitel ge-wesen, und was es jetzt sein sollte:die ganze Anstalt wäreein Dom, und sollte dem Domino, dem Herrn aller Herren,gewcihet sein. Um diesen christlichen Geist zu bezeichnen undzu fördern, habe Er bei der Reorganisation auch zwei hoch-gestellte bewährte Geistlichen zu Mitgliedern ernannt. DasStift habe ansehnliche Einkünfte, welche allerdings am Le-bensabend, nach einem dem Gemeinwohl gewidmeten thätigen,ausgezeichneten Leben, von den Participicnten in Ruhe ge-nossen werden könnten; aber dicß sei nicht die Hauptsache,diese wäre vielmehr der gute Geist, der die Domstiftungund die Rittcracadcmie beseelen müsse. Dicß ist", schloßSr. Majestät,mein Wille und ineine Absicht; ich hoffe, siewerden erreicht werden!"

Jetzt ertönte wieder das volle Geläut von dem nahenhohen Thurme und Alles ging zur Kirche. Der König voranund hinter Ihm ein großes Gefolge. Der lange Zug be-wegte sich langsam und feierlich durch die ehrerbietig undstill dastehende Volksmasse, und der Weg war mit Blumen