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3,2 (1846)
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Eine gleiche fürsorgcndc Liebe widmete Er dem altenDome des Dom-Stifts zu Braudeuburg. Diese von der Stadtetwas entfernte, auf der alten Burg und dem Domplatzegelegene Kathcdralkirche hat ein historisches Interesse und vorAllen kannte sehr genau die vaterländische Geschichte der König.Otto der Große hatte diesen ehrwürdigen Tempel gegründet,der den l sten Oktober des Jahres 949 in Gegenwart des Kai-serlichen Stifters feierlich consecrit wurde. *) Viele Jahr-hunderte waren seit der Zeit in ihrem still dahinfließendenStrome verstoßen und die Gebete und Gesänge der Dom-herren waren auf dem hohen großen Chore von Geschlechtzu Geschlecht emporzum hohen Gewölbe in zahllosenOueurus"gestiegen. Nach dunkler Nacht kam daS Licht des IktcnJahrhunderts und die gewaltige Stimme Du. Luthers warin ihren Erschütterungen auch in das fromme Dom-Capitclzu Brandenburg gedrungen. Bischof desselben war zur Zeitder Reformation Matthias von Jagow, ein verständiger,

prächtige alte Gothische Kirche» findet, und in Berlin selbst,welches doch reich an Schlössern und Palästen ist, und vielebaulustige reiche, auch kirchlich gesinnte Könige gehabt hat,gar nicht. Die Nicolai-Kirche etwa ausgenommen, sind alleanderen Kirchen in der ersten Residenz mittelmäßig, nicht seltenschlecht. Der sogenannte Dom ist ein wunderliches Oblongum,und würde ohne die kirchlichen Symbole besser ein Gewächs-haus oder eine Manege sein.

») Das von dem Königlichen Obcr-Dompredigcr und Professort)r. Schröder herausgegebene Programm enthält lehrreiche Nach-richten über das Alter, die historische Bedeutung, und die ge-genwärtigen Reste der Bischöflichen Stifts- und Domkirche zuBurg Brandenburg, aus dem literarischen Nachlasse des vr.Schultze, gewesenen Direktors der Ritter-Akademie.