Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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Herstellung viel Geld koste; aber gern bewilligte Er es und wurdeauch da nicht verdrießlich, als bedeutende Summen mehr ge-fordert wurden, als anfangs auf den Etat gebracht waren.*)Sowohl im Innern der Kirche, als in ihrem Aeußcrcn, ander Facadc, wurde durch einen geschickten Baumeister so dasAlte wiederhergestellt, daß man an dem Neuen die nachhel-fende Hand kaum sehen konnte. Die Reparatur war nochnicht fertig, als der König wissen wollte, wie weit man da-mit gekommen, und Er mich vermittelst eines Handbilletsan den Ober-Präsidenten, Minister von Klewitz, nach Magde-burg schickte, um mich danach zu erkundigen. Der Domdaselbst lag Ihm am Herzen und Er sprach gern von derstillen Größe dieses alten Prachtgebäudcs. **)

*) Friedrich der Große ließ nach dem Siebenjährigen Kriege vordem Thore in einer gesunden Gegend das große Invaliden-Haus, welches die schöne Inschrift trägt: Imeso secl invictaNilili, bauen. Bei diesem Bau ersparte der Baumeister vieleTausend Thaler, so daß Er weniger kostete, als der eingereichteEtat besagte. Als der Oberbaurath diese bedeutende Summezurückgab, hatte er sich dadurch so wenig bei Friedrich insinuirt,daß er vielmehr entrüstet zu ihm sagte:Er ist ein dummerTcuscl, der seine Sache nicht versteht. Ein guter und richtigerEtat muß mit der berechneten Angabc, die Theorie mit derPraxis, genau stimmen. Er hat sich umvicle tausend Thalcr ver-rechnet. Gehe Er hin und studirc Er besser; und um Ihmerforderliche Zeit und Muße zu geben, finde Er sie 2 Jahreauf der Festung zu Spandau." Als der jetzige General desInvaliden-Hauses von Puttkammer bei Tische diese Anekdoteerzählte, sagte Friedrich Wilhelm III. :Passirt jetzt nicht mehr!Die Herren rechnen vielmehr gewöhnlich zu wenig; kommennicht aus, und es muß dann nachgezahlt werden."

Auffallend und befremdend ist es, daß man im Lande, z. B. inBrandenburg und Magdeburg, Halbcrstadt, in Prenzlow u. a. O.