Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
391
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sichtbar tief bewegt den patriotischen treuen Altmä'rker mitmildem liebevollen Ernste; trat dann in die Mitte des Krei-ses und hielt eine wahrhast Königliche Rede. Nachdem Erdie schwere Bahn des Soldaten geschildert und zu denPflichten des Gehorsams, der Selbstbeherrschung und Aus-dauer, crmahnt hatte, gedachte Er der hochherzigen Liebe, dieAlles überwindet, davon Er erhebende Beweise dankbar täg-lich erfahre, wie Er denn eben jetzt mit inniger Bewegungdes Gcmüths besonders auf Einen unter uns blicke, denselbst das schwerste körperliche Leiden nicht abgehalten habe,freiwillig und hcldenmüthig dem Dienste des Vaterlandessich zu weihen, und unserer Liebe und Thcilnahmc empföhleEr diesen edlen Cameraden; der Allmächtige würde auf allenunseren Wegen mit uns sein!

Der Eindruck dieser Königlichen Rede war gewaltig undsie wird mir stets unvergeßlich bleiben."

HK.

Der König liebte und begünstigte bei Seinem christlichengottcssürchtigcn Sinne die Kirchen im Lande; viele hat Erneu bauen, unzählige rcparircn lassen. Besonders wcrthwaren Ihm Dome von alter Gothischer Bauart, und wennder Zahn der Zeit an ihnen nagte, eilte Er, den gänzlichenVerfall zu hemmen, und ihre Wiederherstellung in Geist undGeschmack des ursprünglich Antiken war Ihm Herzens-sache. Das sorgfältige Studium der Architektonik beschäf-tigte Ihn oft und Er las gern architektonische Graphien.Er hatte Kenntnisse in der Baukunst und sprach darüberwie ein Sachkundiger, weßhalb Er im gcmüthlichen Anblickgroßer und prächtiger Kupferstiche auch gern mit Architektenumging; vorzüglich lieb war Ihm der geniale Schinkel.Weniger interessirte Ihn die Eivilis-üv«lruulil<u, die iVIili-