Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
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Der Enkel dieses Windmüllcrs kommt mm nach 89Jahren zum Könige Friedrich Wilhelm III. und bietet dieWindmühle zum Verkauf an:weil er auf derselben zurück-gekommen sei und Schulden gemacht habe; sie könne dannabgebrochen werden." Der König antwortet:Die Hollän-dische Windmühle darf nicht abgebrochen, sie muß erhaltenwerden; sie gehört der Geschichte an und ist durch Friedrichden Großen merkwürdig geworden. Ihr behaltet sie undsetzt Eucrn Beruf darauf fort; um das mit frischem Muthezu können, will ich Eure Schulden bezahlen."

So steht die Mühle; sie klappert fort, ganz in der Nähevon 8i>n«-8mici, und wird fort und fort bestehen. Siespricht den Lebcnsgrundsatz aus: Vor dem Gesetze sindsich, ohne Ausnahme, alle M'cnschcn gleich. Essichert dasselbe die Würde und Sicherheit aller Untcrthancn inPalästen und Hütten. Dieses Gesetz hatte und befolgte Friedrichder Große und Friedrich Wilhelm III., der Gerechte:Andiescni Gesetz hängt Moses und die Propheten."

Diese stille Achtung vor dein Eigcnthum Anderer lagtief in der Rechtlichkeit des Königs Friedrich Wilhelm III.;nie hat Er dieselbe, am Wenigsten, wenn es Ihn persönlichmittelbar berührte, verletzt; nie sich eine eigenmächtige Hand-lung erlaubt; nie Seine Königliche Autorität gcmißbraucht.

sie für ein Mährchcn, and fand solche Entäußerung und Sclbst-vcrläugnung mit der Königlichen Autorität unvereinbar. Ge-rade darin, daß Friedrich sich selbst beherrsche» konnte, lag diemoralische Kraft der Herrschaft über Andere. Wer seinesMuthcs Herr wird, ist stärker als wer feste Städtegewinnt. Sprichwörter, V. 32.