Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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jeden Monats gemacht wurde. Einer wartete auf den An-dern und kaum hatte ein Leierkasten geendet, so sing derzweite schon sein Lied wieder an:

So ein Lied das Stein erweichen,

Menschen rasend machen kann."

Jede Huldigung von der Bühne herab war dem Kö-nige unangenehm. Allerdings erfrcucte es Ihn, wenn dasPublicum, durch irgend ein unabsichtliches Wort oder einenVorgang auf dem Theater veranlaßt, Ihm einen jubelndenBeweis von Liebe und Anhänglichkeit gab; aber die Anre-gung dazu duldete Er nicht. Aus diesem Grunde wohnteEr nie den Feierlichkeiten bei, welche bei Gelegenheit SeinesGcburtsfestcs in den Theatern stattfanden und zog sich fastaugenblicklich zurück, wenn unerwartet in- einem neuen Stückeirgend Etwas vorkam, was das Publicum auf Ihn beziehenkonnte. Vorzugsweife unangenehm waren Ihm patriotischeLieder, die Seiner Person erwähnten. Nur einmal hat Erdas bekanntePreußcnlied", vonNcithardt komponirt, bei einemConcerte zum Besten der Invaliden in Potsdam gehört.Die Kaiserinn von Nußland befand sich in der kleinen König-lichen Loge zum Besuche bei ihrem Königlichen Vater. Alsder Sänger die ersten Worte des Liedes begann, stand derKönig auf und zog sich in den Hintergrund der Loge zurück.Das Publicum aber brach bei Beendigung desselben in einenBeifallssturm aus und verlangte das Lied cka enpo. DieKaiserin» zog den geliebten Vater fast mit Gewalt bis andie Brüstung der Loge vor; das Publicum stand auf, sangden Chor mit, in den selbst die Kaiserinn einstimmte, undso gestaltete der Zufall eine Huldigung, der sich der König