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cums entgegen, und wo Ihn die Wiederholung des oft Ge-sehenen nicht erfreuen konnte, suchte Er in einem anderenTheater Unterhaltung. Unstreitig ist hierin die Ursache zusuchen, weßhalb der König die Errichtung eines zweiten Thea-ters zugab, da Er Seinen Geschmack und Seine Neigungdem Publicum nicht aufdringen wollte. Für Potsdam be-fahl Er die Vorstellungen stets selbst, verlangte dort größten-thcils wöchentlich irgend ein kleines neues Stück; erkundigtesich aber auch wohl, welches Stück die Potsdamer besondersgern hätten, wo Er dann immer den eigenen Wunsch denWünschen des Pnblicums nachstellte. Waren zur Zeit dergroßen Manoeuvrc die Truppen anderer Garnisonen in Berlinanwesend, so befahl der König jedesmal eine besondere Vor-stellung für siez ebenso erhielten diejenigen Commando's, welcheErsatzmannschasten nach Berlin gebracht, oder beim Durch-marsch Berlin besuchten, stets freies Entree; bei dem Festedes Lehr-Infanterie-Bataillons in Potsdam erhielten dieMannschaften desselben die meisten Plätze in dem kleinenTheater des Neuen Palais und es machte dem Könige er-sichtliche Freude, die erstaunten Gesichter derselben zu beob-achten, wie sie den wunderbaren, oft nie gesehenen Vorgängenauf der Bühne folgten."
„Niemand im Publicum war nachsichtiger, milder beimUrtheil über das vom Dichter und von den Darstellern Ge-leistete, als der König. — Leicht war Seinen Ansprüchen zugenügen; nur durfte Nichts geschehen, was den religiösensittlichen und rechtlichen Sinn des Königs irgendwie auf derBühne oder in dem Privatleben verletzte. So gnädig Ergegen Jeden war, der sich neben der Begabtheit auch durchstrenge Pflichterfüllung oder geregeltes bürgerliches Leben