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1816. Früher war der Besuch des Schauspiels eine Aus-nahme, ein besonderes Wohlgefallen an einzelnen Erscheinun-gen, sowohl Dichtung, als Darstellung, gewesen; nach demglorreich beendeten Kriege wurde der Besuch der Schauspiel-Vorstellungen regelmäßiger, das Interesse an der Besserge-staltung der Bühnen-Verhältnisse in der Hauptstadt lebendi-ger. Viel hat nach dem Nrthcile v. Witzlcbcn's die An-schauung der Pariser Theater und des dort so deutlich sichkundgebenden Volks-Antheils an einer nationalen Bühnebeigetragen. Dort sah der König ein vollständig entwickeltesLeben in Dichterwerken, ihrer Darstellung, und den Antheildes Volkes an Weiden. Bei Seiner Zurückkunst in dieHauptstadt fand Er dagegen ein Institut, das alle Zeichender jüngst vergangenen Jahre und ihrer Drangsale nur zudeutlich an sich trug. Hier war Alles zu rcgeneriren, Allesneu zu schaffen. Nach dem Geräusch, den Ereignissen desKrieges, dem beispiellosen Pomp nach errungenem Siege,war der Abstand zu fast klösterlicher Einsamkeit, nicht mehrdurch die Königinn verschönt, zu groß. Der König sehntesich, in Mitten Seines Volkes zu erscheinen, ohne die Majestäteiner zu nahen Beziehung zum Volke auszusetzen. Dazuwar das Theater der Ort. Hier konnte Er mitten imPublicum, und doch geschieden von ihm, sein; hier konnteEr sich erholen von den unausgesetzten Arbeiten, die in jenerZeit der Neugestaltung aller Verhältnisse vorfielen; hier tönteIhm der Nachklang einer eben erst durchlebten gewaltigenZeit im Worte des Dichters, in der begeisterten Darstellungdes Schauspielers, in der enthusiastischen Aufnahme des Pu-blicums entgegen; hier fand Er Ruhe in geistigem anspruch-loscn Genüsse. Mit dem Interesse an der Gesammtheit derSchauspiel-Vorstellungen entwickelte sich auch in natürlicher