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eigenen Richtung, nur mit wenigen Personen zu verkehren,war das Theater eine erfreuliche Veranlassung für Ihn, mitden Zuständen des Lebens, den Erfordernissen der Zeit, ingenauer Berührung zu bleiben. Jeder dramatische Schrift-steller überträgt mehr oder minder auf seine Dichtung dieIdeen der Zeit; was in den Gemüthcrn der meisten Men-schen schlummert, kommt in dem Dichter zur Blüthe, erliefert es dein Publicum als eine Frucht seiner Ansicht undUeberzeugung; daher stehen Bühne und Geschichte des Tagesin genauer Wechselwirkung und der Hochselige Herr erkanntegar wohl die Wichtigkeit der dramatischen Erzeugnisse fürRegierte wie für Regierung. Was Ihm persönlich nichtgesagt, nicht geschrieben werden durste, hörte Er hier in un-gebundener Freiheit und unbeschränkter Form. Darum be-günstigte Er vorzugsweise die neueren Erzeugnisse, und mitihnen die dramatischen Dichter Seiner Zeit. Raupach erhieltdurch die General-Intendantur und deren Vermittclung einefeste Anstellung in Berlin, und lieferte eine große Anzahl neuerStücke für die Bühne. Prinzeß Amalie von Sachsen machte° mit dem Lustspiel: „Lüge und Wahrheit" ihren ersten Versuch,dem andere ihrer Stücke folgten. Andere fruchtbare Uebersetzerund Bearbeiter erhielten ebenfalls eine feste Anstellung, undJmmermann wurde gern gehört. Zedlitz und Baucrnfeld inWien sandten ihre Stücke nach Berlin, wohl wissend, daß ihnendort bei des Königs Thcilnahme eine freundliche Aufnahmesicher war. Ebenso erschienen alle großen darstellenden Ta-lente auf den Berliner Hofbühnen, so daß der Gesammt-eindruck der Vorstellungen ein seltener und großartiger ge-nannt werden muß. Der König wollte Seinen Berlinerndramatische Feste spenden und deßhalb jede kleinliche Erspar-nis vermieden wissen, die dem steigenden Gelingen des Gan-
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