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3,2 (1846)
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348
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Frankreich viele Fehler begangen; aber Napoleon sei imGlücke größer gewesen, als im Unglück. Bon jenem ver-wöhnt, habe er sich in dieses nicht finden können, und zu-letzt sei alle Mäßigung und ihr guter Geist von ihm gewichen.Er sei und bleibe ein außerordentlicher Mann und sein Auf-treten und Wirken müsse, als eine göttliche Schickung, nacheinem höheren Maßstabe beurtheilt werden." *)Wir," schloß

') Man vergleiche damit die bekannten Schriften von dem Erz-herzoge Carl; dem General Jomini; v. Grollmann; v. Clau-sewitz; v. Londondery; v. Müssling, und Anderen. Von de»Neueren verdient, wegen historischer Wahrheit und Treue, Auf-merksamkeit und Beachtung-Napoleon Bonaparte, Kaiser derFranzosen. Geschichtlicher, nach den besten Quellen bearbeiteterVersuch von Fr. von Roth. Eingeführt durch I. C. Schlos-ser. Zwei Theile. Stuttgart, Ebner und Seubert 1843.Die Licht- und Schattenseite des wunderbaren Mannes wirdunparteiisch hervorgehoben; unter Anderem sagt der Verfasser,(Königl. Würtembergischer Hauptmann) von der Feldherrn-Kraft -

Napoleon verstand meisterhaft und mit seltenem Ta-lente, längst bekannte, aber wieder in Vergessenheit geratheneGrundsätze und Regeln anzuwenden und zu benutzen. Seinegrößte Kunst bestand darin, seine Truppen auf strategisch-wichtigen Punkten in möglichst großer Anzahl schnell zu con-centriren, dadurch seine Gegner zu überraschen und ihnenauf solchen Punkten stets überlegen zu sein. Eben so gutverstand er es, seinen Feind auf dem kürzesten Wege zurSchlacht zu zwingen, diese so lange, wenn der erste Anfallihm nicht gleich den Sieg verschaffte, durch unausgesetzteAngriffe fortsetzen zu lassen, bis sein Gegner alle seine Re-serven im Gefecht verwickelt hatte, und dann mit einer ge-waltigen, aus allen Waffen zusammengesetzten Eolonne seinerbesten, bis jetzt zurückgehaltenen Truppen den Durchbruchder erschütterten feindlichen Linie fast immer im Centrum zu