Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
345
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reichen, gut geschriebenen Schriften, sondern auch durchsein mimisches und komisches Talent, so oft er auf derBühne agirte, angenehm unterhalten. Dadurch, wie durcheine angenehme interessante Persönlichkeit, angezogen, unter-hielt sich der König vorzüglich gern mit ihm. Er hatteIhm den neuesten Theil seinerTheater-Novellen" überreicht.In denselben wird Folgendes erzählt:Kaiser Napoleon hattebei seiner Anwesenheit zu Erfurt, zur Unterhaltung seineserhabenen Gastes, des Kaisers von Rußland, wie der übri-gen dort um den damals mächtigen Herrn versammelten ge-krönten Häupter, auch die besten Mitglieder des Theaters zuParis, und vorzüglich den berühmten Mimiker Talma, mit-gebracht. Dieser hatte vortrefflich gespielt, so daß Alle vonihm entzückt waren, vorzüglich der Kaiser Alexander. Dießschmeichelte dem Ehrgeize und Stolze Napolcon's, und ersagte dem Talma viel Verbindliches und Angenehmes.Siesind ein excellenter Mann, ganz nach meinem Herzen," riefer aus, und setzte hinzu:bitten Sie sich eine Gnade aus;sie soll ihnen gewährt werden!" Und der Schauspieler Talmaerbat sich den Orden der Ehrenlegion. Der Kaiser Napoleon,den Talma mit erstaunten Blicken ansehend, sagte:Denkönnen Sie nicht erhalten. Den bekommen diejenigen, diesich durch Tapferkeit im Kriege ausgezeichnet und um dasVaterland verdient gemacht haben; Sie sind nur ein Komö-diant" u. s. f.

Dieß hatte der König gelesen, als Er bald darauf denSchauspieler Schneider sprach. Er war mehr wie gewöhn-lich freundlich gegen ihn und lobte seine Theater-Novellen,besonders den neuesten Theil. Er sprach von der Unterhal-tung, welche die Lcctürc Ihm gewährt; von der hübschen Art