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3,2 (1846)
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wenigen Fälle ausgenommen, wo Er persönlich kannte undschätzte und die Verleihung unmittelbar von Ihm selbstausging, wurden durch Generale und durch Chef-Präsiden-ten, durch das Staatsministerium, welches den Antrag mo-tivirend begutachtete, dem Landeshcrrn zu dieser Auszeichnungdiejenigen, welche derselben würdig waren, genannt.

Der König mußte sich auch in diesem Falle auf dasUrtheil und die Empfehlung der vorgesetzten Behörde verlassen,und wenn das Publicum verwundernd fragte:Warum hatDieser einen Orden erhalten?" so traf den Königlichen Verlei-her wenigstens diese vorwerfende Frage nicht. Diejenigen aber,welche sich übergangen, vergessen und gekränkt glaubten, dar-über sich beschwerten, und selbst um einen Orden baten (wiedenn dergleichen unglaubliche Fälle oft vorgekommen sind, undnoch immer vorkommen), erhielten ihn gewöhnlich nicht, undmachten, zur Strafe der Eitelkeit, nach dem alten Sprich-wort:Hoffahrt muß Pein leiden!" den Amtsärger nochschlimmer. Die Sache hat ihre Lichtseite, aber auch ihregroßen Schattenseiten, von denen aber hier nicht die Redesein kann. Genug, der König glaubte (ein Beweis, daßEr, bei aller Liebe zum Theater, doch dasselbe nicht über-schätzte), auch die vorzüglichen Schauspieler dürften keinenOrden haben, weil sie nicht so sehr für das Gemeinwohl,als vielmehr zum Vergnügen des Publicums da wären.

Der Königliche Schauspieler Schneider machte davoneine interessante Erfahrung. Dieser würdige Mann, der inseiner Bildung, Gemüthlichkeit und Heiterkeit, wie in seinemexemplarischen Wandel, den wahren Orden, wie FreundClaudius sagt, unter dem Latze trägt, war beim Könige gutangeschrieben. Nicht nur hatte er Ihn durch seine geistrei-