Druckschrift 
3,2 (1846)
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mit Ernst und Ruhe, wie Seine langjährige Regierung undalle Institutionen derselben beweisen. Wie wäre diese stetswache und fortgehende Aufmerksamkeit möglich gewesen, wennirgend eine Leidenschaft Ihn beherrscht, wenn Er das Ver-gnügen mehr geliebt hätte, wie Seine Pflicht? Es ist wahr:das Theater und die stille Eckloge, in der Er verborgenoft so saß, daß man Ihn nicht sah, sagten Ihm zu, undEr hatte Seine Freude daran; aber Er freuete sich, alsfrcuete Er sich nicht, und wenn Alles von der gut gegebenenDarstellung entzückt war, blieb Er doch ruhig und ging auchhier in der Einfachheit einer freien Seele durch dicß bunteSpiel.

Daraus wird es erklärbar, daß Er auch die vorzüg-lichen Schauspieler und Schauspielerinnen nicht persönlich be-günstigte und auszeichnete. Zwar hob Er durch sie dasTheater und ließ es sich viel kosten. Durch den General-Intendanten bewarb Er sich um eminente Subjecte und gabihnen, um sie zu gewinnen, große Gehalte. Das war aberauch Alles; darüber ging Er nicht hinaus. Er hätte esthun können; die öffentliche Stimme würde es nicht gemiß-billigt haben, wenn das Publicum seine Theater-Lieblingedecorirt gesehen hätte. Aber nie hat der König einem Schau-spieler einen Orden, mit dessen Verleihung und VertheilungEr sonst nicht karg war, gegeben. Der Einzige, welcherihn erhielt, war Jffland; aber er erhielt ihn, nicht weil erein vortrefflicher Schauspieler, sondern zugleich Director, alsoBeamter, war. Der König hatte von diesem Zeichen öffent-licher Ehre die Meinung, daß es nur dem gebühre, der sichum das gemeine Beste im Aaterlande rühmlichst verdientgemacht und in seinem Berufe ehrenwerth dastehe. Die