Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
341
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niederfiel und vom Orchester die Musik erklang. So mares durchgängig, wie Andere aussagen, die Ihn in diesemactiv-passiven Zustande beobachteten. Wir haben den Schlüs-sel zu diesem verschlossenen Jnsichgekehrtscin nach Seinereigenen Erklärung. Während des Bade-Aufenthaltes inTeplitz besuchte der Monarch auch das Theater selbst bei demschönsten Sommerwetter. Ja selbst bei Wiederholungen un-bedeutender Wiener Possen konnte man auf Seine Gegenwartzählen. Der den König begleitende Obcrkammerherr, Fürstv. W., sprach einst während des Zwischenaktes einer öfterenWiederholung des Stückes:Der Freund in der Noth"aus,daß er sich an einer Darstellung nicht mehr erfreuenkönne, bei der er jedes Wort, was der Schauspieler zu spre-chen habe, schon im Voraus wisse." Der König antwortetelächelnd:Glauben Sie denn, daß mir dergleichen Vergnü-gen macht? Ich gehe bei solchen Gelegenheiten nur in'sTheater, weil ich hier ungestört denken kann, und rcpe-tire, was den Tag Wichtiges vorgekommen ist; ich überlegeund sinne nach. Hier brauche ich nicht auf's Reden zu hö-ren; alle anderen Reden sind entweder an mich gerichtet, oderdoch mit der Absicht, daß ich sie hören soll, gesagt. Wo ichauch sein mag, überall bin ich in Anspruch genommen. Hierbin ich nicht einsam, und doch mit mir allein; hier will manNichts von mir." *)

Diese vom Könige selbst gesprochenen Worte sind Auf-schluß gebend und erklären manches Andere, was sonst mit

') Nach einer mündlichen Mittheilung des Ober-KammerherrnFürsten v, W. an den Königlichen Schauspieler Schneider, vonwelchem ich diese Aufschluß gebende, wörtlich treue Acußernngdes Königs brieflich besitze.