nicht bloß in gesunden Urtheilcn, sondern Er bcthätigtc dießüberall durch Sein Verhalten. Er, sonst mild und gut-müthig, war in diesem Stücke sehr ernst und streng. Weres einmal darin mit Ihm verdorben, hatte es verdorben fürimmer. Ich empfahl Ihm und Seiner Gnade einmal, aufdringendes Bitten der Eltern, ihren leichtsinnigen Sohn, derSchulden gemacht hatte und eingesteckt werden sollte. Kaumhatte ich aber meine Fürbitte vorgetragen, so sagte unwillig derKönig: „Kenne schon die Sache. Dem viele Jahre hindurchLeichtsinnigen geschieht ganz recht, wenn er eingesteckt wird.Wer andere ehrliche Leute, noch dazu Handwerker, betrügt,ist schlimmer, wie ein Straßcnräubcr, zumal wenn er, wiehier der Fall, der Sohn rechtschaffener, angeschener Elternist. Kann, darf und will hier nicht helfen; der böse Jungeist noch so. Wenn wir wollen gute Freunde bleiben, müssenSie mir solche Leute nicht empfehlen!"
Der gute Name Anderer, und besonders des weiblichenGeschlechts, vorzüglich der Unvcrheirathcten, war Ihm inder Beurtheilung sehr wichtig, und Seine erste Frage war:„Wie ist der öffentliche Ruf? Die allgemeine Meinung istein gut Ding, wenn sie vortheilhast, aber auch ein böses,wenn sie nachthcilig ist. In jenem Falle ist Alles leicht, indiesem Alles schwer. Gegen die allgemeine Meinung rich-tet man Nichts aus. Nepotismus kennt man bei uns nicht:Empfehlung will ich nicht; obtrudiren mag ich nicht. Aufpersönliche Würdigkeit kommt Alles an. Die heilige Schriftsagt: Ein guter Name ist köstlicher als feines Gold."
In Tcplitz, im Sächsischen Saale, tanzte auf einemBalle der regierende Herzog von mit einem schönen,'
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