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thigcn Necensioncn Rcllstab's. Ganz unverkennbar liegt indenselben überall ein schönes Ideal zum Grunde, nach undin welchem es sichtbar wird, wie es sein sollte und müßte;dadurch wird das Urtheil über die Vorstellung motivirt undgerecht, und es leidet keinen Zweifel, daß durch diese Kritikender Maßstab größer und würdiger und der Geschmack desPublicums besser und feiner geworden ist. - Durch diese ver-einten Bemühungen der Theorie und der Praxis wurde dasTheater in der öffentlichen Meinung gehoben; das Vergnü-gen, welches man in demselben genoß, gehörte zu den edelstenund besten; das Auge sah die schönsten Dccorationen; dasOhr hörte den vollen Strom harmonischer Musik; das Gc-müth ergötzte sich an den naturgemäßen Darstellungen; derGeist wurde lehrreich festgehalten von historischen Charakterenin der Licht- und Schattenseite; das Theater, welches in sei-nen verschiedenen Plätzen von allen Ständen des Publicumsbesucht wurde, griff immer vielseitiger in's Leben ein, eswurde ein Nativnaltheater, es zog die ersten Künstler Eu-ropas in Gastrollen an sich, und wurde eins der besten.Dazu kam, daß die Urtheilc des Publicums über die Schau-spieler und Schauspielerinnen sich änderten und vortheilhasterwurden. Man sah und fand unter ihnen Menschen, dienicht bloß auswendig gelernte Rollen mechanisch als ihr Metierhcrspielten, sondern in die Seele des Stücks sich hinein dach-ten und hinein fühlten, so daß das Ganze Nundung und Zu-sammcnstimmung hatte, und ein Ganzes wurde. Man sahund hörte wahrhafte Künstler und Künstlerinnen, die dasStudium der edlen Kunst zur Aufgabe des Lebens gemachtund dadurch die wahre Höhe erreichten, daß fern von allemAffectirten, Süßlichen und Gezierten, die Natur selbst, so wiesie wirklich im Leben ist, in treuen Copicn als Original