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sein Amt zwar gewissenhaft, aber nie recht mit Lust undNeigung verwaltete, folgte der Wirkliche Geheime Rath undKammcrherr Graf von Redern, der alle Eigenschaften zudiesem mühevollen und schwierigen Geschäfte in sich verei-nigte. Keine Sache in der Welt ist so wie diese der öffent-lichcn Kritik, der man es bei der Vielseitigkeit der Urthcileschwer zu Danke macht, ausgesetzt. Graf von Redcrn ver-band mit einem edlen, festen Charakter eine fühlbare Her-zensgüte; in jenem machte er das Ucberlcgte kurz und be-stimmt, in dieser es immer wohlwollend ab; er bewegte aufdiesem schwierigen Boden, wo es viele Charybdcn und Scyllengiebt, sich leicht und sicher, so daß er die Zufriedenheit dervorzüglichsten Mitglieder des Theaters und den Beifall desPublicums hatte. Unverkennbar hat unter seiner Leitung dieSache gewonnen; Alles ist veredelt, und Niemand verstandes besser bei der Auswahl der Stücke Beides, Unterhaltungund sittliche Tendenz, miteinander zu verbinden. Er standin der Sache selbst, ihren Zweck vor Augen habend, überjeder Parteisucht und ihren kleinlichen Cabalcn und Neckereienund ignorirte sie. Vorzüglich trugen auch dazu bei die übervorzügliche Stücke unmittelbar darauf in den von Jedermanngelesenen Zeitungen abgegebenen, oft geistreichen und srcimü-
und zum Erstenmal an einem schönen Sonntags-Morgen vomThurmc der neuen Kirche die einladenden Glocken durch dasstille gesegnete Thal ertönten, da weinten Alle Freudcnthränen,und die fromm versammelte Gemeinde sang mit tiefer andäch-tiger Rührung: ,,Nun danket Alle Gott." König FriedrichWilhelm III. fand an diesem frommen bestehenden Werke Seinewahre Freude und sprach gern und mit Zufriedenheit rühmenddavon.